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Oracle Lizenzierung in virtueller Umgebung

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  • Oracle Lizenzierung in virtueller Umgebung

    Hi,

    Kein technisches Thema, aber ich denke, dass es hier besser passt, wie im OffTopic. Sonst dürfen die Kollegen das gern verschieben.

    Wir wollen zukünftig eine Software einsetzen, die als Basis eine Oracle Datenbank benötigt.
    Die Lizenzmodelle für Oracle sind aber gerade für virtualisierte Umgebungen reichlich komplex.

    Meine Frage wäre, ob sich damit jemand auskennt und das evtl. auch in einer virtuellen Umgebung laufen hat.
    Mit Oracle selbst haben wir natürlich schon Kontakt aufgenommen, aber das bewegt sich ja logischer Weise im Schwerpunkt auf Vertrieb, so dass je detaillierteren Infos die Lizenzkosten eher steigen, als abnehmen.
    Mittlerweile haben wir bei dem Anspruch auf Hochverfügbarkeit fast das doppelte an Oracle-Lizenzkosten erreicht, wie die Anschaffungskosten der Software wären.

    Ein paar Infos aus der Praxis wären ganz gut, denke ich.

    Danke
    Competence-Center -> Enjoy the Informatrix
    PHProcks!Einsteiger freundliche TutorialsPreComposed Packages


  • #2
    OffTopic, aber u.a. wegen Deiner beobachteten "Probleme" kommen viele von Oracle zu uns. Mit BDR3 z.B.kannst Du ein "AlwaysOn"-Cluster aufbauen.

    Wenn Du magst, kann ich Dir aber einen Kontakt zu einer Consulting-Firma herstellen, die sehr viel mit Oracle machen. Ich denke, die könnten Dich sinnvoll beraten.
    PostgreSQL Development, 24x7 Support, Remote DBA, Training & Services

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    • #3
      Hallo Andreas,

      Danke für den Tipp. Wir kommen aber vermutlich nicht um Oracle herum, da die Software darauf aufbaut. Im Prinzip wird das Lizenzthema kaufentscheidend für die Software sein.
      Ein Wechsel wäre mir in diesem Fall allerdings auch lieber.
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      • #4
        Was genau ist denn für Dich eine virtuelle Umgebung und was ist der Grund für dieses Vorgehen?
        Cloud oder sagen wir VM Umgebung im Firmenkeller auf dem extra dicken Server (wo eh schon alles läuft)?

        Was sagt der Softwareanbieter? Habt ihr dem schon mal gesagt, dass es mit Oracle sch.. teuer wird? Hat er Alternativen (preislich, technisch)?

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        • #5
          Hi,
          Zitat von Perry Staltic Beitrag anzeigen
          Was sagt der Softwareanbieter? Habt ihr dem schon mal gesagt, dass es mit Oracle sch.. teuer wird? Hat er Alternativen (preislich, technisch)?
          Das ist ein Punkt, der mir persönlich Magenschmerzen bereitet. Darüber wurde nie ein Wort verloren, auch im Angebot nicht. Die haben zwar Dinge mitgeteilt wie: "Sie benötigen n Lizenzen" in Bezug auf Oracle, aber das war ausgehend von einer physikalisch Maschine ohne Virtualisierung und weit ab von Hochverfügbarkeit. Unsere Infrastruktur haben die sich angesehen, wissen also eigentlich, dass wir virtualisiert sind. Ich bin der Meinung, das muss zur Verantwortung des Software-Anbieters gehören, uns dahingehend beraten zu können, stattdessen gab man uns einen Kontakt zu Oracle, weil man über die Lizenzfrage dann doch nichts sagen konnte.

          Zitat von Perry Staltic Beitrag anzeigen
          Was genau ist denn für Dich eine virtuelle Umgebung und was ist der Grund für dieses Vorgehen?
          Cloud oder sagen wir VM Umgebung im Firmenkeller auf dem extra dicken Server (wo eh schon alles läuft)?
          Dazu kann ich nicht mit Fachwissen antworten, da ich keine Systemintegration mache. Wenn ich das aber richtig im Kopf habe, machen wir das u.a. zwecks Datensicherung, Konfiguration, Wartung. Einfach die VMs wegschreiben, Speicher erhöhen/neu verteilen usw. Ist wie gesagt nur ein Grund, den ich jetzt nennen könnte, gibt aber sicher noch mehr und auch bessere

          Wir haben zwei Standorte und Server in einem RZ.
          Im RZ ist alles über VMWare ESXi virtualisiert. Bei den beiden anderen Standorten, bin ich ehrlich gesagt grad nicht sicher.
          Auf jeden Fall würde Oracle halt in einer solchen Umgebung installiert werden, wodurch die Lizenzen in die Höhe schießen.

          Ich schnack mal mit unserem Admin, dann kann ich dazu vielleicht etwas detaillierteres sagen.




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          • #6
            Ja, Oracle wird richtig teuer in solch einem Szenario, exakt das hören wir wirklich oft. Ich bin den Leuten von Oracle da auch echt dankbar, spart das uns doch große Ausgaben für Werbung... Und ja, Euer Anbieter hätte Euch das sagen können und sollen ...
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            • #7
              Gut, das klingt mehr oder weniger nach "Gewohnheit". Also: es gibt keine spezifischen Gründe, Oracle virtualisiert zu fahren, nur die, die es für alle Softwaren gibt.
              Unter den heutigen (Oracle-Lizenz-)Bedingungen - die ich auch nicht mehr so kenne- und den aktuellen Virtualisierungsmöglichkeiten würde ich eine virtuelle Umgebung für Oracle Software am ehesten als Service in der Cloud von Oracle selbst nehmen. Der einzige Grund wäre tatsächlich, dass Oracle selbst ja die Skalierung anbietet und man sie tatsächlich einfach kauft, wenn nötig oder sogar zurückbaut, wenn es nicht mehr braucht. Keine bösen Überraschungen.

              Down to Earth
              Muss man absehbar mal einen CPU Kern oder 2 GB Ram oder 20 GB dazuschalten? Da auch noch mal: Was sagt der Softwareanbieter? Gibt es Workflows, von denen bekannt ist, dass sie selten auftreten, dann allerdings die Last durch die Decke geht?
              Ansonsten
              Wenn es Oracle sein muss * und man diese modernen, administrativen Bequemlichkeiten einer Virtualisierung als einziges Kriterium hat, würde ich eher den klassischen Weg gehen und das System auf echter Hardware betreiben. Das ging früher problemlos und heute geht es auch. Ich hab die Zahlen nicht parat, aber die ganzen Faktoren aus der Oracle Preisliste, die in einer virtualisierten Umgebung am Ende den Preis bilden, die kann ich mit einer reinen Hardwarelösung sehr überschaubar halten. Wäre nachzurechnen, aber mit der gesparten Kohle stelle ich mir vielleicht ein Coldstandby hin und bin happy. Ein echtes, nahtloses Failover ist das natürlich nicht, aber auch da wieder die Frage, braucht man es? Oder eben, braucht man es so sehr, dass man auch das Geld dafür ausgeben will?

              Andere Perspektive:
              Wenn schon Geld ausgeben, warum nicht für Ausbildung der eigenen Leute, der Admins an Linux, Storage und eben halt Oracle DB Software? Oder auch mal für eine Beraterfirma, bis das Backup läuft und ein Testrevovery auch? Für Leute, die es kennen, verliert das Thema Backup usw. seinen Schrecken. Ich hab nur für Oracle DB entwickelt und die Entwickler und Kunden-Maschinen konfiguriert. Es ist administrativ sicher nicht vergleichbar mit Firebird, vielleicht auch nicht MSSQL, aber es ist keine Hexenwerk. In dem Moment, wo man ein Backup laufen hat und daraus -meinetwegen auf einem Desktoprechner- das System wieder auf die Beine bekommt, bis hin zur gewünschten Uhrzeit der Wiederherstellung, ist alles ok.

              * Der Softwareanbieter muss dazu etwas sagen können. (Wenn er selbst die Oracle Lizenz verkauft, wäre das ja auch noch ein Argument, aber das ist ja wohl nicht mal der Fall) Die Bauchschmerzen sollte man nicht behalten! Wenn der Anbieter keine Alternative hat (technisch und preislich), wäre er selbst nicht gerade meine erste Wahl. Im Übrigen, wenn es tatsächlich so wäre, dass diese Software nur mit Oracle läuft- was durchaus sein kann und Sinn macht, weil viele Oracle spezifischen Features genutzt werden- ist es einfach dumm vom Anbieter, dem Kunden dafür eine Volllizenz aufzubrummen, dazu gibt es günstigere Alternativen.
              Kann natürlich sein, dass es so eine Jahrhundertsoftware ist, dass der Anbieter es sich erlauben kann so aufzutreten. Würde ich mir trotzdem ungern antun, weil dieses Verhalten ja schon vorzeichnet, wie es im Supportfall dann so läuft.

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              • #8
                Danke für die ausführlichen Informationen.

                Die Software ist ein Lagerverwaltungssystem, das natürlich den gesamten Versand lahm legt, wenn es nicht funktioniert, daher sehe ich es schon als Pflichtfaktor, die Hochverfügbarkeit zu betrachten.
                Weiterhin ist die Software für die Oracle-Basis entwickelt und konzipiert, es ist also keine Option, das DBMS zu tauschen. Das wiederum gibt mir dann halt zu denken, weil sie dann ja eigentlich KnowHow in der Lizenzierung haben sollten.

                Für mich stellt sich das ganze Konzept ein wenig in Frage, aber ich bin nicht derjenige, der das entscheidet, möchte aber dennoch gerne die ersichtlichen Bedenken in die endgültige Entscheidung einfließen lassen.
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                • #9
                  Also es geht primär um 24/7 nicht um Spitzenlasten und Cloud ist keine Option. Standard Edition oder Enterprise?

                  Hier ist ein älterer Artikel, der die Problem etwas beleuchtet
                  https://www.datacenter-insider.de/sc...feld-a-654085/

                  Ich würde dann 2 Wege verfolgen. Ohne Virtualisierung zu arbeiten, mit redundanter Hardware (hot standby) und den Anbieter in die Pflicht nehmen. Schau Dir mal das Stichwort ASFU an. Der Anbieter könnte seinen Kunden damit viel bessere Oracle Preise anbieten. Frage, warum machen sie es nicht.
                  Trotzdem bleibt es auch damit natürlich heftig, eine komplette Virtualisierung für die Oracle Bepreisung heranzuziehen.

                  3. Weg: andere Lagerverwaltung (also andere DB) nehmen

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                  • #10
                    andere Alternative: Anwendung umschreiben auf Einsatz von PG als Backend. Wir haben für sowas Developer-Support, und auch ein ISV-Programm.
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                    • #11
                      Auch interessant, aber kurzfristig aus Kundenperspektive wohl kaum umzusetzen. Zumindest bei intensiver Nutzung der Oracle Features.
                      Der Witz wäre natürlich, wenn es nur als Storage genutzt wird und ansonsten mit dem Ettiket Oracle profesionellen Eindruck schindet.

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                      • #12
                        Zitat von Perry Staltic Beitrag anzeigen
                        Der Witz wäre natürlich, wenn es nur als Storage genutzt wird und ansonsten mit dem Ettiket Oracle profesionellen Eindruck schindet.
                        Du wirst lachen, der Gedanke kam mir auch schon...

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                        • #13
                          Zitat von Perry Staltic Beitrag anzeigen
                          Auch interessant, aber kurzfristig aus Kundenperspektive wohl kaum umzusetzen. Zumindest bei intensiver Nutzung der Oracle Features.
                          Der Witz wäre natürlich, wenn es nur als Storage genutzt wird und ansonsten mit dem Ettiket Oracle profesionellen Eindruck schindet.
                          Nach meinen/unseren Erfahrungen ist dies recht oft aber der Fall. Wir hatten einen Kunden, da waren einige Manntage erforderlich, um Packages mit StoredProcs umzuschreiben, aber meist wird Oracle schlicht ohne Ausnutzung Ora-spezifischer Features genutzt. Mein Eindruck zumindest.

                          Andreas
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                          • #14
                            Mir gefällt der Gedanke, es umschreiben zu lassen, da sind ein paar Manntage vermutlich auch nur ein Bruchteil der ansonsten anfallenden Lizenzkosten.
                            Aber das ist leider auch keine Option, weil wir nur lesenden Zugriff erhalten werden.
                            Competence-Center -> Enjoy the Informatrix
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                            • #15
                              Zitat von akretschmer Beitrag anzeigen
                              aber meist wird Oracle schlicht ohne Ausnutzung Ora-spezifischer Features genutzt. Mein Eindruck zumindest.
                              Ja, kann sein, irgendeine halb getroffene, halb schwebende Entscheidung, dass man sich nicht abhängig machen will. Und dann hat man aber auch nie Zeit, Lust, Willen es wirklich DB unabhängig zu machen...
                              Wir nutzen bspw. intensiv Oracle SP, intensiv Package Variablen, XML, JSON uvam. Das Tolle ist eigentlich die große Kontinuität dieses Systems. Was man heute oder vor ein paar Jahren an neuen SQL Features erhält, gibt es bei Oracle teilweise seit Dekaden.
                              Aber PG ist netterweise mit seinen Extensions mittlerweile sehr nahe dran, auch wenn nicht alles geht.

                              Das mit dem lesenden Zugriff habe ich nicht verstanden. Du willst die Umstellung selbst machen? Das wäre ein lustiges Abenteuer, aber nicht empfehlenswert für den produktiven Betrieb. (Auch wenn vielleicht 95% einfach sofort funktionieren).

                              M.E. spricht nichts dagegen, sowas ganz offen anzusprechen. Ein Kunde (@Arne Drews), ein Berater(@akretschmer), ein Anbieter(@unbekannt)... das ist schon eine gute Ausgangsposition für soetwas. Wenn der Anbieter sowas ablehnt, ist es fast Arroganz oder Dummheit.

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