Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Freelancer werden

Einklappen

Neue Werbung 2019

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Freelancer werden

    Guten Abend miteinander,

    ich bin dieses Jahr mit dem Abitur fertig geworden und habe ab jetzt keine Schule mehr .
    Ab September werde ich ein duales Studium im Bereich Angewandte Informatik beginnen.
    Um die Zeit bis zum Studienbeginn etwas zu überbrücken und um etwas Geld zu verdienen, habe ich mich mal näher mit dem Thema "Als Freelancer arbeiten" beschäftigt.
    Allerdings frage ich mich gerade inwieweit dieses Vorhaben denn sinnvoll ist.
    Zu allererst einmal zu meinen Skills, die ich mir im Laufe der Zeit selbst angeeignet habe.

    HTML und CSS schreibe ich nun schon seit 4 Jahren und kann damit alle erdenklichen Arten von Websiten umsetzen/erstellen.
    Auch die Umsetzung von Designs (psd) in HTML und CSS und danach dann noch an Wordpress bzw. Joomla, habe ich schon häufig vorgenommen.
    Dazugekommen ist dann auch kurz danach JavaScript (und natürlich die jQuery Library) um einfach den Websiten eine bessere Funktionalität mitzugeben.

    Vor 2 Jahren habe ich dann angefangen mit PHP zu programmieren (bzw. zu scripten, belasse es aber hier als programmieren ).
    Natürlich in Verflechtung mit MySQL bzw. SQLite, also allgemein SQL.
    Anfangs war mein Code einfach nur von oben nach unten geschrieben, hatte keine Struktur und war unübersichtlich.
    Mit der Zeit habe ich dann aber auch den Vorteil von Funktionen entdeckt und diese dann auch vermehrt eingesetzt.
    Vor einem Jahr wollte ich meine Stil dann wieder ändern, da es aufgrund diverser Projekte nicht mehr möglich war in diesem Stil weiter zu programmieren.
    Somit bin ich dann in die objektorientierte Programmierung eingestiegen.
    Inzwischen Setze ich die meisten Projekte, insofern es natürlich sinnvoll ist, nach dem MVC Entwurfsmuster um.
    Dabei beachte ich selbstverständlich die PSR-Standards ein und dokumentiere meinen Code sorgfältig.

    Ich habe bereits an die 4 Projekte umgesetzt, auch etwas größere (Webinterface, etc.) und kann von mir behaupten, dass ich schon recht gute Anwendungen liefern kann.

    Nun stellt sich mir aber die Frage, ob all dies denn auch als Freelancer reicht.
    Denn wirklich Ahnung vom theoretischen (Softwareplanung etc.) habe ich nicht. Ich setzte einfach meine Projekte praktisch um, ohne sehr viel zu planen.

    Was meint ihr, ist es sinnvoll, sich als Freelancer bei Agenturen etc. vorzustellen?
    Wenn ja, welchen Stundensatz sollte ich eurer Meinung nach dann in etwa der Agentur vorschlagen.
    Oder sollte ich mir die Idee gleich wieder aus dem Kopf schlagen?

    Vielen Dank für eure Antworten

    MfG


  • #2
    Wenn ja, welchen Stundensatz sollte ich eurer Meinung nach dann in etwa der Agentur vorschlagen.
    Darüber solltest Du Dir als letztes Gedanken machen. Als Freelancer bist Du vollständig selbständiger Einzelunternehmer und für die gesamte Betriebswirtschaft verantwortlich (selbst und ständig). Wieviel Erfahrung hast Du denn darin: http://de.wikipedia.org/wiki/Selbst%...gkeit_sprechen
    --

    „Emoticons machen einen Beitrag etwas freundlicher. Deine wirken zwar fachlich richtig sein, aber meist ziemlich uninteressant.
    Wenn man nur Text sieht, haben viele junge Entwickler keine interesse, diese stumpfen Texte zu lesen.“


    --

    Kommentar


    • #3
      Betriebswirtschaft ist für jeden Freelancer eines der wichtigsten Gebiete!
      Besorg dir da ja professionelle Hilfe.

      Kommentar


      • #4
        Mir ist klar, dass mir als Freelancer einiges an Betriebswirtschaftlichen Pflichten und Rechten zuteil werden.
        Dazu werde ich selbstverständlich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, sodass ich hier rechtlich oder finanziell keine Nachteile zu befürchten habe.
        Mir geht es im Moment mehr um die Qualifikation auf technischer Seite .

        Kommentar


        • #5
          Ich glaube nicht, dass Dir das klar ist. Professionelle Hilfe muss man auch bezahlen. Und zwar aus Aufträgen, die Du aquirieren musst. Nebenbei musst Du lernen und Dein fehlendes Branchenwissen durch Mehrarbeit ausgleichen - 2 bis 4 Jahre Efharung sind nicht gerade viel - und Dich natürlich auch fachlich weiterbilden - IT ist die schnellebigste Branche auf dem Markt. Ich garantiere Dir, dass Du die organisatorischen Pflichtanteile unterschätzt.

          Ich setzte einfach meine Projekte praktisch um, ohne sehr viel zu planen.
          wird dann übrigens schnell zu Bumerang, denn Dein Kunde oder Abnehmer hat natürlich auch ein Recht auf eine Umsetzung in einem bestimmten Zeitraum und nicht zuletzt geht die Arbeitszeit auch in Deine Kalkulation und letztlich Deinen Stundenlohn und Deine Verfügbarkeit für andere Aufgaben ein.
          --

          „Emoticons machen einen Beitrag etwas freundlicher. Deine wirken zwar fachlich richtig sein, aber meist ziemlich uninteressant.
          Wenn man nur Text sieht, haben viele junge Entwickler keine interesse, diese stumpfen Texte zu lesen.“


          --

          Kommentar


          • #6
            Betriebswirtwas...? Alles unnötig! All you really need to know is how to... Programming Motherfucker!
            Standards - Best Practices - AwesomePHP - Guideline für WebApps

            Kommentar


            • #7
              Zitat von rkr Beitrag anzeigen
              Betriebswirtwas...? Alles unnötig! All you really need to know is how to... Programming Motherfucker!
              Klar, so lange Du davon nicht leben musst, kannst Du so sehr Nerd sein, wie Du willst, Motherfucker. Ansonsten gilt das deutsche Steuerrecht.
              --

              „Emoticons machen einen Beitrag etwas freundlicher. Deine wirken zwar fachlich richtig sein, aber meist ziemlich uninteressant.
              Wenn man nur Text sieht, haben viele junge Entwickler keine interesse, diese stumpfen Texte zu lesen.“


              --

              Kommentar


              • #8
                Um davon ordetnlich leben zu können must du als Selbständiger mindestens 6000 Euro Umsatz im Monat machen. Alles darunter bist du mit einem Angestelltenjob JEDER Art immer besser bedient.
                Du must von diesen 6000 Euro ja nicht nur Steuern zahlen, Du must Dich auch selber um Krankenversicherung, Rentenversicherung und alle weiteren Rücklagen kümmern. Das zahlst Du alles zu 100% selber und damit doppelt so viel wie als Angestellter, denn da zahlt Dein Arbeitgeber die Hälfte mit.

                Das bedeutet wenn Du die 6000 auf die übliche 40h Woche eines Arbeitnehmers aufteilen wilst, dann rechne mal grob:

                52 Wochen / Jahr - 6 Wochen Urlaub (Hat der Angestelle ja schließlich auch) - 2 Wochen Feiertage = 44 Wochen.
                44 Wochen mal 40 Stunden = 1760 Stunden im Jahr sind ca. 145h im Monat. Darauf teilen wir jetzt die 6000 Euro auf, dann sind das rund 40 Euro Netto also 48 Euro Brutto die Stunde.
                Darunter legst Du drauf. Dabei darfst Du dann immer noch nicht krank werden oder Leerlauf haben. Vor allem zweiteres wirst Du als Freelancer aber immer haben.

                Wer als Freelancer unter 50 Euro die Stunde arbeitet hat was grundlegendes nicht kapiert. 60 Euro sind ein vernünftiger Wert und alles was drüber ist macht die Nachteile des Selbständig seins wieder wett...

                Gruß

                Claus

                der schon seit über 25 Jahren selbständig ist und weiß wovon er redet...
                Pre-Coffee-Posts sind mit Vorsicht zu geniessen!

                Kommentar


                • #9
                  Ähm, habt ihr eventuell diesen Teil im Anfangspost überlesen:

                  Um die Zeit bis zum Studienbeginn etwas zu überbrücken und um etwas Geld zu verdienen
                  D.h., es geht hier nicht darum, ein erfolgreiches Einzelunternehmen aufzubauen, sondern einfach in einem haben Jahr etwas Geld nebenbei zu verdienen. Ich mache das im Ürigen auch neben der Schule. Was du dafür brauchst ist eigentlich nur eine Gewerbeeintragung/anmeldung in der Gewerbemeldestelle deiner Stadt. Das kostet (zumindest hier bei mir) einmaldig 20 €.

                  Danach kannst du prinzipiell loslegen und musst dir um Steuern auch keine Gedanken machen, solange deine Jahreneinnahmen einen bestimmten Betrag nicht überschreiten. (Der liegt bei einigen Tausend €, ist unwahrscheinlich dass du diesen erreichst.) [Eine Steuererklärung musst du übrigens trotzdem jedes Jahr abgeben!]

                  Ich denke, de Rest wirst du auch von alleine lernen. Z.B. welchen Stundensatz du nimmst, wie du deine Projekte planst und verwaltest, u.s.w

                  Wünsche dir jedenfalls viel Erfolg bei allem!

                  PS: Solltest du noch nicht 18 sein, wenn du das Gewerbe anmeldest, musst du auch nochmal mit deinen Eltern zum Gericht um dir eine Erlaubnis geben zu lassen...

                  Kommentar


                  • #10
                    Ähm, habt ihr eventuell diesen Teil im Anfangspost überlesen:
                    Dann soll er halt nen Ferienjob annehmen oder ein bezahltes Praktikum. So einfach wie Du das darstellst ist das auch wieder nicht. U.a. bestimmt der Anteil der Arbeitszeit ("hauptberuflich"), die Versicherungsmöglichkeiten bei der KK.

                    Zudem schreibt der TE selbst etwas von
                    als Freelancer bei Agenturen etc. vorzustellen?
                    Btw. ist "Gewerbe" nicht etwas zweitrangiges ggü Freiberufler, im Gegenteil, hast Du da eher noch mehr Papierkram. Es gibt in Sachen Buchführung verschiedene Formen, die ggf. die Sache etwas vereinfachen, das hat aber nichts mit Gewerbe zu tun, sondern mit der EÜR.
                    --

                    „Emoticons machen einen Beitrag etwas freundlicher. Deine wirken zwar fachlich richtig sein, aber meist ziemlich uninteressant.
                    Wenn man nur Text sieht, haben viele junge Entwickler keine interesse, diese stumpfen Texte zu lesen.“


                    --

                    Kommentar


                    • #11
                      Nun stellt sich mir aber die Frage, ob all dies denn auch als Freelancer reicht.
                      Why not? Ich würde zunächst folgendes empfehlen:

                      1. Mach es nicht fest am Begriff "Freelancer". Du willst Dir etwas dazu verdienen.
                      2. Du schreibst zuviel "blabla" in Deine Vorstellung. Sage einfach, was Du kannst.
                      3. Lass Dich nicht allzu sehr beeindrucken von der Bedenkenträgerei hier im Forum oder sonstwo.

                      Klar, das Thema Steuern darfst Du auf keinen Fall unter den Tisch kehren. Ich habe schon Idioten kennengelernt,
                      die nach den allerersten selbständigen Einnahmen bereits einen Leasingvertrag für einen Touareg unterschrieben hatten,
                      der Architekt hatte schon erste Pläne für das Blockhaus auf gräumigen Anwesen erstellt, die Freundin war geschwängert etc.
                      und die Steuern sind irgendwo in der verklärten Vision vom genialen Unternehmertum untergegangen.

                      Zum Schluß ist man dann Pleite, zieht in eine 2-Zimmer Wohnung, zu Dritt natürlich (der Nachwuchs ist geschlüpft), bezieht HARTZ 4
                      und jeder, der noch eine offene Rechnung beglichen haben will, ist ein elendes Schwein...

                      Aber jetzt einmal proaktiv:

                      Kannst Dich ja in den einschlägigen Freelancer-Börsen eintragen.
                      Sei wachsam, stelle die richtigen Fragen: "Ach, Dein Vater hat eine eigene Firma? Interessant! ...Dann brauchen die bestimmt doch auch mal einen ....?"

                      Bzgl. Steuern schau Dich mal um. Irgendwo findet sich immer ein Steuerfachmann oder so, der Dir für ein paar Euro Fünfzig bei der Steuer
                      unter die Arme greift. "Von meinem Bruder, die Freundin, der Ihre Schwester hat hat einen Schwager, der Steuerfachgehilfe ist." zum Beispiel.
                      Erfahrungsgemäß sind es meistens die Schwager

                      In der Zeit bis zum Studienbeginn werden die Steuern bei Dir wohl nicht sonderlich ins Kontor schlagen, was nicht heißt, dass Du über die Steuern ansich
                      nicht Bescheid wissen musst.

                      Oder sollte ich mir die Idee gleich wieder aus dem Kopf schlagen?
                      Auf keinen Fall!
                      Es ist schon alles gesagt. Nur noch nicht von allen.

                      Kommentar

                      Lädt...
                      X