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17: Packen wir's an!

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  • 17: Packen wir's an!

    17:
    Machen wir uns nichts vor — das Netz ist ein Fundus, der uns stunden-, ja tagelang beschäftigen und von unserer Arbeit abhalten kann. Der Lerneffekt segelt dabei oft stolz im Wind des eigenen Fachgebiets, trotzdem bleibt gerade bei Freiberuflern oft die Kernarbeitszeit auf dem Altar der persönlichen Weiterbildung zurück.
    Prokrastination, Aufschieberitis, nennt sich dieser Effekt, dem gerade die sogenannte „Digital Boheme“ — Blogger, Webworker und Designer, quasi die leicht verschrobene Avantgarde des Internetzeitalters — vermehrt zum Opfer zu fallen scheint. Surfen ist angenehm, Surfen mit Bildungsanspruch entschuldbar. Trotzdem kommt irgendwann Ende des Monats das Haushaltsloch und auf tausend Zetteln stehen noch ebensoviele Aufgaben.

    Zwei Hände und genau ein Gehirn hat uns der Schöpfer zugeteilt; woraus sich im Laufe der Evolution folgerichtig die Bürofloskeln „Ich kann nicht alles gleichzeitig machen“ und „Ich kann mir doch nicht alles merken“ entwickelt haben. Nun, glücklicherweise hat das Netz auch gleich eine Antwort parat — und die kommt unter Umständen weit weniger technologisch daher, als man erwarten würde.

    Wer den Namen David Allen noch nicht gehört hat, hat sich um derlei Probleme vermutlich noch keine Gedanken machen müssen. Der Mann ist umtriebig. Zum Kern seiner Arbeit ist wohl das „Getting things done“-Prinzip geworden, das sich auf die Kategoriesierung, Bewertung und Abarbeitung von Tagesaufgaben herunterbrechen läßt. Über Jahre hat sich allein aus dem GTD Prinzip eine Vielzahl von Abwandlungen, Real-World-Hacks und Softwareumsetzungen herausgeschält.
    Als würden sich die Opfer der digitalen Arbeitswelt nach technologischer Entschleunigung sehnen, scheint dabei die Variante Stift und Papier besonders beliebt zu sein — richtig stilecht gehts in der Regel mit Fineliner und Moleskine-Notizbuch an die tägliche Aufgabenplanung im gehobenen Preissegment. Dass Hacking und Reverse engineering nicht vor der Offline-Welt halt macht, beweisen dabei Seiten wie PigPogPDA – A Moleskine Hacked, Socialuxe: Hacking a GTD Moleskine oder The Monster Collection of Moleskine Tipps. Wer dagegen auf „digital“ steht, findet im Internet von nativer Software bis Web- und PDA-Anwendungen alles, was das Herz eines GTD-Jüngers begehrt.

    Spitz die Harke
    Eine schöne Erweiterung von GTD ist „Zen to done“. Hier werden die Prinzipien nochmals auf 10 konkrete Handlungsanweisungen heruntergebrochen und der Fokus auf Handeln und persönliche Zielsetzung neu gesetzt. ZTD ist sehr konkret und möglicherweise für Neueinsteiger einfacher zu handhaben als GTD. Und bei ImGriff gibts das Ganze auch noch in Deutsch als super E-Book.

    Back to Muttiheft
    Der nächste Streich von Mark Forster dürfte dem einen oder anderen Mittvierziger doch irgendwie bekannt vorkommen. Viel mehr als ein Auftragsbuch ist das „Autofocus-System“ eigentlich nicht. Und trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) so genial. Todo's aufschreiben, abarbeiten, durchstreichen.

    Flipp'n'Order
    Einen eher haptischen Weg beschreitet „A pile of index cards“. Es stützt sich auf ein System aus Karteikarten, die, systematisch beschriftet, ein Miniarchiv bilden. Allein die Flickr-Fotosammlung läßt die Leistungsfähigkeit eines solchen Systems erahnen.
    Der besondere Clou: Erledigte Arbeiten darf man, wenn man denn will, dann auch effektvoll vernichten.


    Also Bleistifte gespitzt und Ran an die Buletten, Männer! Es gibt einen Job zu erledigen. Aber dabei bitte nicht verkünsteln! Frei nach dem Motto von Nils Pooker: „Braunes Packpapier geht auch.“ Nur bitte keine Zettelwirtschaft mehr!


  • #2
    Ich bleib doch lieber ganz einfach bei einer TODO-List, wenn sich viel ansammelt.

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