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15: Dem Wahn verfallen

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  • 15: Dem Wahn verfallen

    15:
    Mächtig schnaufend saß Eisbär Nelson vor dem Rechner und regte sich tierisch auf, wie Eisbären es eben tun. Es war wie immer und überall: hätte er es bloß zu etwas gebracht… So saß er aber nun da und ärgerte sich bereits seit Stunden über die Arbeitsbedingungen, die Belüftungsanlage und den schlechten Kaffee. Immer blieb alles an ihm hängen und immer wurden die härtesten Jobs am schlechtesten bezahlt. Nelson wurde wütend und ja, er konnte sehr wütend werden, was er aber in Anwesenheit seines Chefs, dem Weihnacksmann, tunlichst zu unterlassen versuchte.
    Doch nun konnte er nicht anders. Er brüllte und tobte, doch das Problem löste sich trotz alledem nicht. Schade, es hätte ja auch sein können; manchmal hilft schließlich auch Einschüchterung. Der Internet Explorer 6 hatte sich schließlich noch nie an die Regeln gehalten. Was dem einen Programm logisch erschien, konnte sich das andere gar nicht mehr vorstellen. Von daher war der IE6 eine geniale Erfindung. Hier hatten es die Programmierer doch tatsächlich geschafft, ein Programm zu schreiben, dass aus den normalen Regeln der Logik, die kein Computer umgehen kann, auszubrechen vermochte. Es war das einzige Programm, das echten Zufall auf einem Digitalrechner erzeugen konnte. So weit die Theorie, doch war es unter Webdesignern Usus, diesen Zufall in gerichtete Bahnen zu zwingen, auch wenn es dem Medium widersprach. Niemand erkannte das Potential dieses Programms und das machte Nelson so wütend. Er trampelte und fluchte. Er bäumte sich auf und ließ sich wieder in seinen Sitz fallen. Er hatte die undankbare Aufgabe, die Onlinepräsenz der Nordweih24 GmbH, also der Firma das Weihnacksmannes, an die Gewohnheiten des Internet Explorers anzupassen. Eine Aufgabe zum Verrücktwerden. Mit einem Frösteln dachte er an seine Vorgänger. Keiner von ihnen war länger geblieben als drei Jahre. Mittlerweile waren sie alle in Frührente gegangen. Nelson bekam jetzt schon graues Fell, wenn er daran dachte, dass es ihm ähnlich ergehen könnte.

    Doch alles Fluchen half nichts, der IE6 blieb stur und weigerte sich beharrlich, Nelsons Anweisungen umzusetzen. Wie konnte er auch anders? Das Programm war durch niemanden zu beherrschen und das zeichnete es aus. Wenn das Programm nicht wollte, lies sich daran nichts rütteln, so sehr man auch darauf einredete.
    Resigniert versank Nelson in seinem Sessel. Wenigstens den hatte er: einen gemütlichen breiten Ohrensessel mit Polstern, die angenehmer nicht hätten sein können. Fast hätte er ein wohliges Brummen verlauten lassen, wäre da nicht das Problem auf dem Bildschirm gewesen, das immer noch auf eine Lösung wartete. Kein Mensch konnte dieses Problem verstehen. Aus diesem Grund hatte er wahrscheinlich auch den Job bekommen.
    Nelson zog die Tastatur zu sich heran und begann mit seinen breiten Pranken, darauf herumzuhacken, dass sie besorgniserregende Geräusche von sich gab. Anschließend betrachtete er die Datei, die er soeben geschrieben hatte. Sie bestand nur aus elf Zeichen.
    Code:
    <STYLE>@;/*
    Dann nickte er, speicherte das Dokument und verlinkte es von der Hauptseite aus. Ein Klick und Nelson erhob sich, um sich einen neuen Kaffee zu holen.

    Auf dem Bildschirm prangten die Worte:
    Internet Explorer hat ein Problem festgestellt und muss beendet werden.

    Nelson konnte sein Problem lösen und wer es ihm nachtun möchte, dem seien hierfür noch Links zur Verfügung gestellt:


  • #2
    haha, die Lösung ist super
    robo47.net - Blog, Codeschnipsel und mehr
    | Caching-Klassen und Opcode Caches in php | Robo47 Components - PHP Library extending Zend Framework

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    • #3
      Wie ich immer zu sagen pflege:

      Es bringt nichts, das Internet an jenen einen Browser anzupassen, wenn es andere Browser gibt.

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      • #4
        Soll das etwa heißen, dieses Türchen enthielte einen subtilen Aufruf, dem Internet Explörrer „Setzen“ 6 nicht mehr den Puderzucker in den Hintern zu blasen? Neeeeiiin, das kann nicht sein…
        Refining Linux: “Performing Push Backups – Part 1: rdiff-backup

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        • #5
          Hmm, als Arbeitnehmer frage ich mich trotzdem, ob ich sowas meinem Chef unterjubeln könnte..
          „Stürzt immer ab, hmm, bei mir funktionierts…“
          Das Ursache-Wirkung-Prinzip ist schon stark verwurzelt im Kundenhirn.
          --

          „Emoticons machen einen Beitrag etwas freundlicher. Deine wirken zwar fachlich richtig sein, aber meist ziemlich uninteressant.
          Wenn man nur Text sieht, haben viele junge Entwickler keine interesse, diese stumpfen Texte zu lesen.“


          --

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          • #6
            nikosch ich bin mit dir einer meinung!

            Aper SUPER beitrag

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