Kleine Anekdote am Rande:
Ein Bekannter von mir hat eine Softwarebude für B2B-Webanwendungen und der war nun grad Anfang diesen Jahres auf Azubi-Suche für eben o.g. Fachinformatiker in einer größeren Deutschen Stadt. Nun sind ja Accessmentcenter und ähnliche Scherze immer noch groß in Mode, also dachte er sich - gut, ich mach mal nen Bewerbertest.
Neben so intelligenten Fragen wie "Nennen sie drei berühmte Deutsche" (unter den Ergebnissen fanden sich u.A. so bekannte Deutsche wie Adolf H. und JFK), aber auch eine Frage nach dem berühmten "Was machen Sie in zehn Jahren beruflich". Ich weiß, die Auswertung ist nicht repräsentativ, aber die zukünftigen Spieleentwickler haben im Schnitt zehn Prozent mehr Fehler in den Antworten gehabt, wie der restliche Durchschnitt.
Seit dem werd ich bei dem Wunsch Spieleentwickler zu werden hellhörig. Wobei das jetzt wirklich nur die Gemeinheit am Rande ist...
Ziele sind sicherlich gut und schön und wenn Du Dich bei einer der tausenden Online-Spiele-Butzen in B bewirbst, dann kann man sicherlich auch das genannte Ziel äußern, ich würd hier aber immer noch jedem eine weniger spezielle Form der Antwort empfehlen. Und: Spieleprogrammierer ist ein recht spezielles Ziel - und dazu noch eines, welches relativ viel mathematisches Wissen voraussetzt. Wenn das nicht von vorn herein korrelliert, dann kann "weg lassen" auch weniger schlecht auf den Bewerber zurück fallen.
Außerdem: "Ich möchte in zehn Jahren als Programmierer spannende Projekte für ein international agierendes Unternehmen entwickeln" klingt genauso gut und lässt weniger Möglichkeiten gezielt einzuhaken und nach genau dem Masterplan zu fragen, den der 16-Jährige eben noch nicht hat. Darauf kann höchstens die Gegenfrage kommen, was denn z.B. spannende Projekte sind. Hier kann dann eine Aufzählung folgen, zu der z.B. natürlich auch Spiele gehören dürfen.
Gruß Jens