04.12.2009, 00:01
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| Adventskalenderöffner
Registriert seit: 27.11.2008
Beiträge: 72
PHP-Kenntnisse: Fortgeschritten
| 4: Licht in der Kiste 4:Fotogalerien im Internet regten seit jeher die Gemüter an und teils auf. Was dem einen zu kompliziert war, war für den anderen gerade richtig, was dem einen zu hässlich war, fand der andere gerade schön. So entwickelten sich nach und nach verschiedenartige Lösungen, die Teils praktisch, teils auch sehr unpraktisch waren und es immer noch sind. Eine der unpraktischeren Lösungen findet man immer wieder auf Seiten, die man wohl oder übel als „Designed by Engineers“ bezeichnen muss. Der User klickt auf ein Foto und gelangt zur Vollbildansicht. „Endstation ― für das nächste Bild nutzen Sie bitte den Zurückbutton Ihres Browsers, scrollen in der Liste der Bilder bis zum nächsten Bild und wählen dies an. Ihr nächster Zug fährt in 15 Minuten.“
Irgendwann war die Reihe der Ideenentwickler an Lokesh Dhakar und er entwickelte eine Anwendung, mit der sich auf einfache Weise Popups zaubern ließen, die von keinen Popupblocker blockiert wurden, elegant aussahen, performant waren und dazu auch noch Vor- und Zurücklinks beinhalten konnte. Er nannte sie Lightbox, mittlerweile in Version 2 vorliegend. Diese Entwicklung sollte Wogen aufwerfen und entwickelte eine erstaunliche Eigendynamik. Diverse Klone entstanden und jeder hatte plötzlich Lightboxes. Einige Lightboxklonprojekte wurden sogar sehr erfolgreich wie z.B. Thickbox, ein jQuery-Plugin (das allerdings nicht mehr weiterentwickelt wird, aber auf aktuellere Alternativen verweist).
Schlussendlich wurde aus der einst so wunderbaren Erfindung ein Krampf und das Web 2.0 bestand nunmehr nicht nur aus runden Ecken sondern auch noch aus dunklen Seiten mit bunten Bildern in der Mitte.
Dabei ist Lokesh Dhakars Innovation gar nicht mal von schlechten Eltern. Man sollte nur bedenken, dass auch die beste Idee irgendwann vollkommen aufgebraucht sein kann, wenn sie nicht variiert wird. Doch so weit muss es nicht kommen. Wer sagt denn, dass die Seite immer so dunkel werden muss, dass man fast Depressionen bekommt?
Mit gutem Beispiel voran geht z.B. GreyBox, die einfach mal einen freundlichen hellen Hintergrund anzeigt. Das Prinzip wird umgedreht. Es geht nicht mehr das Licht aus, sondern der Hintergrund wird überstrahlt und die Farben nehmen sich zurück. Das passt sicherlich nicht für jede Art Bild, aber umgekehrt muss man auch nicht für alles gleich die Vorhänge zuziehen.
Wer es gerne bewegt mag, dem sei nach grijibox genannt. Diese Lightbox-Alternative mag beim einen oder anderen sicherlich Schwindel erregen, zeugt aber von Einfallsreichtum und hat sicherlich seine Fans.
Dass es auch ganz ohne Hintergrundoverlay geht, zeigen Projekte wie Highslide JS und Fancybox, die zwar auch den Lichtschalter kennen, aber auch durchaus ohne auskommen, für eine schnelle Vorschau optimal. Das hat gleich zwei Vorteile: es gibt keinen Streit um die Hintergrundfarbe und die Seite bleibt benutzbar während das Bild angezeigt wird. Dazu überfällt es einen nicht so, wenn sich nur ein Teil der Seite verändert und nicht plötzlich alles wegsackt.
Letztendlich bleibt es Geschmacksfrage: Kino, Entsättigung, einfach nur das Bild oder doch lieber wieder ganz konventionelle JavaScript-Popups wie damals? Es sei aber auf die Alternativen hingewiesen. |
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