Zitat:
|
Wenn die Leute mehr unabhängige Medien lesen würden
|
Das Problem ist ein anderes. Ein populistisches Schlagwortargument wird immer leichter zu kommunizieren und in die Köpfe der Leute zu bringen sein, als alle wissenschaftlichen Abhandlungen, Dementi, ... der Welt, die Aufwand benötigen, sie zu lesen/verstehen. „Umkehrung der Beweispflicht“ nennt sich das wohl.
Siehe die Praxis der Bildzeitung - Unabhängig vom Wahrheitsgehalt (vermeintliche Glaubhaftigkeit und Bauernlogik reicht allemal) schreie ich etwas grossflächig in die Augen und Ohren der Gesellschaft. Erst recht, wenn mir keine Sanktionen drohen, wie es praktisch in der Presse wie auch in der Politik der Fall ist. Wer hatte neulich ein Wahrheitsgebot für politische Aussagen gefordert? Recht so! Solange es besser funktioniert als die Sanktionen des Presserats.
Wo heute jeder pupsige Mobilfunkanbieter eine 5-Meter-Liste verklausulierte Sternchen- und Vorbehaltstexte verfassen muss, darf öffentlich aufs wildeste losschwadroniert werden, allenfalls gebunden an schwammige Ehrenkodexe, im Zweifelsfall aber eher für den Angeklagten, als fehlbarer Mensch. Dass die hörige Masse die Argumente dann schon längst geschluckt hat, ist wohl kaum ein Versehen sondern eiskaltes Kalkül.